Konstanz und Friedrich II.

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Über Friedrich II. gibt es natürlich unendlich viel zu berichten. Da wir uns aber nur mit der Stadtgeschichte von Konstanz befassen - beschränken sich die wesentlichen Informationen auf ein "erträgliches" Maß.

 

Geboren ist der große Kaiser am 26. Dezember 1194 in der Nähe von Ancona. Aufgewachsen ist er im wunderschönen Palermo auf Sizilien.

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Als der Vater Friedrichs (Heinrich VI.) 1197 starb, setzte Otto IV. aus dem Geschlecht der Welfen, den Anspruch auf den Thron durch; Friedrich war damals erst 3 Jahre alt.

 

Die Situation änderte sich gewaltig 1211 als Otto IV. vom Papst gebannt wurde. Dies ebnete Friedrich II. den Weg zur Macht.

 

Die mit der Bannbulle (päpstliche Urkunde, die eine Exkommunikation dokumentiert) verbundene anti-welfische Stimmung nutzte ein kleiner Kreis mitteldeutscher Fürsten und krönten Friedrich II. im Sommer 1211 in Nürnberg zum König.

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Wer damals den Papst hinter sich wissen konnte, hatte schon mal sehr gute Karten. Diese wollte Friedrich II. auch weiter nutzen. So nahm er die Wahl trotz erheblicher Bedenken seiner Berater aus Sizilien an.

 

Nachzulesen ist, dass damit vermutlich einer drohenden Invasion Siziliens durch seinen Widersacher, dem gebannten Otto IV. abwenden wollte - was ja offensichtlich gelang.

 

Nun wollte er auch nach Deutschland um seine neue Macht auch auszuüben. Im März 1212 - so wird berichtet - ließ er sich noch zum König von Sizilien krönen - dann machte er sich auf den Weg Richtung Alpen.

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Wie berichtet wird musste er sich Geld für seinen mühsamen Ausflug nach Konstanz erst einmal leihen; der Papst unterstützte ihn zwar bei seinem Ansinnen - bezahlen musste er sein Vorhaben allerdings dennoch selbst.

 

Als nur kleine Gruppe überquerten sie wohl nahe der heutigen Via Mala die Alpen, da der Brennerpass unpassierbar gewesen ist.

 

Nach der Überquerung der Alpen kam er in Chur an und erhielt fortan militärische Unterstützung in Form einer Eskorte. Mit dieser ereichte er dann auch problemlos Konstanz.

Otto IV, Papst Innocenz III, Bischofsstadt Otto IV. 1209 mit Papst Innocenz III.

Die Konstanzer waren jedoch gerade in Vorbereitung auf einen feierlichen Empfang "ihres" Königs, Otto IV. Von der Bannbulle wussten sie offensichtlich nicht.

 

So verweigerten sie Friedrich II. den Zugang in die damalige Bischofsstadt.

 

Daraufhin schaltete sich der mitgereiste Erzbischof von Bari ein und verlies den päpstlichen Bann gegenüber Otto IV. So öffneten sich die Stadttore und Friedrich II. zog in allen Ehren in Konstanz ein.

 

Davon wusste jedoch Otto IV. noch nichts; er wartete zu diesem Zeitpunkt in Überlingen auf die Fähre und kam erst drei Stunden später in Konstanz an.

Mittlerweile waren jedoch die Stadttore auf Geheiß von Friedrich II. wieder verschlossen, so dass Otto unverrichteter Dinge wieder seinen Rückzug antreten musste.

 

Von Konstanz aus begann dann auch der Siegeszug Friedrich II. Er reiste von Konstanz aus über Basel nach Mainz, wo er noch 1212 zum König gekrönt wurde. 1215 erhielt er auch diese Auszeichnung in Aachen.

 

Als Otto IV. dann 1218 starb, war Friedrich II. unbestritten König - auch von den Welfen anerkannt, zu den ja Otto IV. gehörte. Sie übergaben Friedrich sogar die Reichsinsignien und so wurde er 1220 zu Kaiser gekrönt.

 

Gestorben ist Friedrich II. nach einem noch sehr umtriebigen Leben 1250 in Italien.

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In Konstanz erinnert noch das achtbeinige Pferd, seitlich neben dem Kaiserbrunnen an Friedrich II.

 

Acht Beine - warum? Nun es gibt hier unterschiedliche Meinungen. Was den Künstler, Gernot Rumpf, dabei bewogen hat konnte ich bisher noch nicht eindeutig recherchieren.

 

Sicher ist wohl, dass es sich bei dem achtbeinigen Pferd um das Ross von Friedrich II. handelt.

 

Einige sagen, dass der Volksmund meinte, sein Pferd müsse wohl acht statt vier Beine haben, weil es so häufig von Italien nach Deutschland gelaufen ist; zwischenzeitlich noch die Kreuzzüge im Königreich Jerusalem mit bewältigen musste.

 

Andere wiederum behaupten, dass eine Alpenüberquerung auf solchen Nebenwegen, wie es Frierich wohl geschafft haben muss, wohl nur mit einem achtbeinigen Pferd zu bewältigen sei.

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